Von einem Todesfall nach der Aufmahme einer kranken Katze aus Ihrem Tierschutzhauses

An die Leitung des Wiener Tierschutzhauses

Sehr geehrte Damen und Herren des Tierschutzverbandes Wien!

Wir haben am 19.9.2005 eine Katze aus Ihrem Haus zu uns genommen. In unserer Familie waren u.a. eine Katze und ein Hund, aber wir wollten noch einem Tier helfen und dieses schützend aufnehmen. Wir ahnten nichts davon, dass dies traurig enden wird.

Denn die von Ihnen übergebene Katze hatte eine Viruserkrankung (Nach unserer Vermutung und nach Rücksprache mit dem Tierarzt) und infizierte unseren 2-jährigen, geliebten Kater Jimmy, den wir vor einigen Tagen töten lassen mussten, wegen seiner schlechten und schmerzhaften Verfassung.

Eine befreundete Familie sah sich in unserer Aktion motiviert und nach sich ebenfalls eine zweite Katze aus Ihrem Haus, die ebenfalls Virus-erkrankt war und trotz tierärztlicher Behandlung vollendet ist.

Durch Rücksprachen in unserem Ort erfuhren wir relativ schnell, dass dies keine Einzelfälle sind. Sie wissen es wohl. Wir finden, dass diese Art der Katzenvergabe nicht in Ordnung ist und mit Tierschutz nichts zu tun hat.

Natürlich wissen wir auch, dass es eine gewisse Not gibt, die Tiere zu vergeben, und dies keine leichte Aufgabe ist. Aber es muss doch möglich sein, Tests durchzuführen, bevor man Tiere und Menschen einem Risiko und möglichen Leid aussetzt. Kranke Tiere dürfen nur als Einzeltiere in Haushalten gegeben werden, um Tierleid zu verhindern.

Mit der Bitte um Kenntnisnahme verbleiben wir hochachtungsvoll,

Familie Vamosi //