Das Risiko und das verbundene Leid, Katzen aus dem Tierschutzhaus in Österreich zu übernehmen
Der Gedanke, einem Tier aus dem Tierschutz ein neues Zuhause zu schenken, ist schön.
Doch gibt es hier ein strukturelles Problem, das mir sauer aufstößt! Katzen werden ohne ausreichende medizinische Tests vermittelt, und das kann dramatische Folgen haben – für die Tiere und für die Familien, die sie aufnehmen.
Es ist ein systemisches Problem, denn immer wieder hört man von Katzen, die kurz nach der Adoption schwer erkranken oder sterben. Infektionskrankheiten wie FIV werden nicht in jedem Fall getestet, obwohl sie das Leben anderer Katzen im Haushalt gefährden.
Man spielt mit dem Leben der Tiere – und mit dem Leid und dem Risiko der Menschen, die helfen wollen. Der Verlust eines Tieres kurz nach der Adoption ist schmerzhaft. Tierschutz bedeutet Verantwortung, und dazu gehört eine konsequente medizinische Untersuchung vor jeder Vermittlung.
Der Wiener Tierschutzverband
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass der angesprochene Misstand auf das Wiener Tierschutzhaus / Tierschutzverband https://www.tierschutz-austria.at/ zutrifft.
Solange diese Standards nicht verlässlich eingehalten werden, bleibt die Adoption aus solchen Einrichtungen, ein Risiko wenn bereits Katzen im Haushalt leben!
FIV (Katzenaids) und FeLV (Katzenvirus)
FIV – Felines Immundefizienzvirus
- Übertragung fast ausschließlich durch tiefe Bisswunden.
- Schwächt das Immunsystem, führt zu Infektionen, Zahnproblemen, Organbelastung.
- Viele Katzen können jahrelang stabil leben – aber sie brauchen gute Betreuung.
- Ein FIV-Test ist nicht teuer und dauert wenige Minuten.
FeLV – Feline Leukämie
- Hoch ansteckend über Speichel, Nasensekret, gemeinsame Näpfe.
- Führt zu Tumoren, Blutarmut, Immunschwäche.
- Deutlich gefährlicher und ansteckender als FIV.
- FeLV-positive Katzen sollten nicht mit gesunden Katzen zusammenleben.
- Ein FeLV-Test ist Standard in vielen Ländern, aber nicht überall verpflichtend.
Beide Krankheiten können unsichtbar sein, bevor sie ausbrechen, oder gar übertragen werden.
Ein Test schützt bestehende Katzen im Haushalt und verhindert den schmerzhaften Tod und Verlust von Tieren. Wieso werden Tests nicht ausnahmslos, insbesondere vor Übergabe in einen gesunden Tierhaushalt, gemacht?
Quelle
Eigene schmerzhafte Erfahrung im Jahr 2005, als wir Jimmy, eine kurzhaarige Edelkatze, töten lassen mussten, weil er von einer Katze aus dem Tierschutzhaus Wien angesteckt wurde. Die andere Katze hatten wir aufgenommen und hat noch Jahre lang gelebt.
Kranke Fundkatzen bringen Tierheime in arge Nöte https://www.krone.at/4109256
Studie zur Beurteilung von Tierheimen in Österreich https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/tiere/Publikationen/Publikationen-Archiv/studien/tierheime.html